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Master Geoenvironmental Engineering

 

Geoenvironmental Engineering (Master of Science)

Der Master-Studiengang ist inderdisziplinär aus den Bereichen Umweltgeotechnik, Angewandte Geowissenschaften, Umweltschutztechnik und Geoinformatik aufgebaut. Der Absolvent wird durch ein breites theoretisches und praktisches Methodenwissen sowie den praxisnahen Bezug der Lehrinhalte befähigt, geo-umwelttechnische Aufgabenstellungen nachhaltig zu lösen. Diese Aufgabenstellungen bestehen weltweit und zwar zunehmend

  • durch ein Anwachsen der Bevölkerung und damit einhergehender Beeinträchtigung und Zerstörung funktionierender Geosysteme (z.B. Hangrutschungen),
  • als Folge von globalen und regionalen Klimaveränderungen (z.B. Hochwasser, Flutkatastrophen)
  • durch geogene Ereignisse, wie z.B. Vulkanausbrüche und Erdbeben
  • als Folge anthropogener Maßnahmen, wie z.B. dem Bau von unter- und oberirdischen Verkehrseinrichtungen sowie Einrichtungen zur Energiegewinnung und Speicherung (Talsperren, Kavernen, etc.), bei der Rohstoffgewinnung, -aufbereitung und -verteilung und durch den Bau großer Industrieanlagen.

Berufsbild

Mit dem Master-Abschluss sind die Absolventen befähigt, wissenschaftlich basiert, Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz, zur Sicherung, Sanierung oder Nutzung der Umweltmedien in der Geosphäre zu leisten. Sie können bei interdisziplinären Fachaufgaben in den verschiedensten Wertschöpfungsketten

  • der Rohstoff- und Energiegewinnung bzw. -versorgung,
  • der Grund- und Wasserbauindustrie,
  • der Abfall-, Abwasser- und Reststoffwirtschaft sowie
  • des Umweltschutzes und -consultings

in großen Industrieunternehmen, in kleinen und mittelständischen Firmen, Ingenieurbüros sowie in Fachbehörden und Forschungseinrichtungen eingesetzt werden.

Ihre Tätigkeiten liegen im Bereich der Umweltberatung und -untersuchung im Bereich Boden, Wasser, Abfall und Altlasten wie

  • Umweltrisikoanalysen- und beurteilung
  • Umweltmanagementsysteme (Ökoaudit)
  • Umweltgeotechnik (Boden- und Grundwasserschutz, Altlastenerkundung und -sanierung)
  • Entwicklung von Sanierungsplanungen und -verfahren bei Altablagerungen, Deponien, Industriestandorten und Infrastrukturentwicklungen.

In der Konkurrenz zu Absolventen geoökologisch, geowissenschaftlich, ingenieurtechnisch oder umweltschutztechnisch ausgerichteter Studiengänge bringen sie den Vorteil ein, methodische Fertigkeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse zur ingenieurtechnischen Bearbeitung geotechnologischer Systeme verzahnt mit grundlegendem System-Verständnis in praktisches Handlungswissen umsetzen zu können.

Studieninhalte

In Folge dieser geo- und anthropogen verursachten Umweltveränderungen ist in den letzten Jahren nicht nur die Anzahl der Katastrophen mit hohen materiellen und personellen Schäden gewachsen sondern zudem auch das Bewusstsein, durch politische, rechtliche sowie ingenieurtechnische Maßnahmen eine Zunahme dieser „Georisiken” und „Geohazards” und damit ihrer volks- und letztlich auch betriebswirtschaftlichen Schäden zu verhindern.

Mit dem neuen Konzept eines Master-Studienganges Geoenvironmental Engineering wird genau hier angesetzt. Aufbauend auf dem im Bachelor-Studium breit angelegten, generalistischen Basiswissen in den Gebieten der Ingenieur-, Geo-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie der sozialen Kompetenz sollen im Masterstudium diese Kenntnisse vertieft und durch die Vermittlung spezieller Methoden zur Erfassung, Modellierung und Abschätzung der Auswirkungen unterschiedlicher geo- und anthropogener Ereignisse erweitert werden. Da das Spektrum der Ursachen, der Wirkungsmechanismen und der Auswirkungen außerordentlich breit ist und in einem einzigen Studiengang nicht vollständig behandelt werden kann, erfolgte im neuen Studiengangkonzept eine Konzentration und Möglichkeit der wahlweisen Vertiefung auf die folgenden Schwerpunkte:

  • Geotechnik
  • Geo-Umweltmedien
  • Geomesstechnik (neu ab WS 2010/11)

Grundlage hierfür sind gemeinsame Lehrveranstaltungen (ca. 67%) aus den Bereichen Angewandte Geowissenschaften, Mess- und Auswertetechnik, Georisiken, Geomodellierung und Wirtschaftwissenschaften. Hierauf aufbauend kann je nach Neigung und Interesse des / der Studierenden einer der drei genannten Schwerpunkte (Umfang ca. 33%) gewählt werden und zusätzlich, wenn gewünscht durch eine Projekt- oder Studienarbeit (mit mündlicher Präsentation) und eine Master-Abschlussarbeit, noch weiter vertieft werden.

Im Schwerpunkt Geotechnik werden neben den typischen fachlichen Grundlagen aus den Bereichen der Gebirgs- und Bodenbewegungen, Finiten Elemente, der Tunnelstatik und den Sicherheitsnachweisen in der Deponietechnik die geotechnischen Aspekte des Deich- und Dammbaus, des Tunnelbaus, des Hangbaus und entsprechender Sicherungsmaßnahmen, dem Kavernenbau sowie der Projektierung von Ingenieurprojekten vermittelt. In diesem Schwerpunkt stehen somit geomechanische und geoingenieurtechnische Inhalte im Mittelpunkt.

In Abgrenzung hierzu beschäftigt sich der Schwerpunkt Geo-Umweltmedien mit den durch geogene und anthropogene Ereignisse bzw. Maßnahmen beeinflussten Schutzgütern Boden und Wasser. Hydrogeochemische Stoffflussmodellierung, Abwassertechnik, Grundwasser, Trinkwasser, Wasserwirtschaft sowie die Speicherung und Verteilung von Wasser stellen neben der praktischen Gesteinskunde und der Bodensanierung die inhaltlichen Schwerpunkte dar.

Mit dem neu eingeführten Schwerpunkt Geomesstechnik soll dem zunehmenden Interesse und Bedarf an Messverfahren zum Monitoring von Geoobjekten Rechnung getragen werden. Im Mittelpunkt stehen allgemeine Grundlagen und Vertiefung der elektronischen Messtechnik, spezifische Verfahren der Fernerkundung, des geodätischen Monitorings und der 3D-Lasermesstechnik sowie Modellierungsmethoden der Geostatistik. Ergänzt um Informationen über kartographische Präsentationen sowie Erdrutschungen und Sicherungsmaßnahmen erhält der Absolvent dieses Schwerpunktes ein umfassendes Rüstzeug für die Erfassung und Modellierung von Georisiken, das noch durch die Bearbeitung eines fachlich entsprechenden Studien- und Masterarbeitsthemas vertieft werden kann.

Einen wichtigen Aspekt der Ausbildung stellt die praktische Tätigkeit des Studierenden während des Studiums dar. So sind bewusst eine Reihe von Praktika (z.B. in der Geochemie, der elektronischen Messtechnik, der geotechnischen Messtechnik, , dem geodätischen Monitoring, der Gesteinskunde und der Geoinformatik) in das Studienprogramm aufgenommen worden. Darüber hinaus wird angestrebt, die Projekt- oder Studienarbeit sowie die Master-Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Behörden sowie Forschungseinrichtungen zu vergeben und bearbeiten zu lassen.

Zugangsvoraussetzung

Zugangsvoraussetzung für den Master-Studiengang Geoenvironmental Engineering ist die bestandene Bachelor-Prüfung im Fach Geoenvironmental Engineering an einer deutschen Hochschule oder eine gleichwertige Qualifikation. Praktika oder Berufserfahrung werden nicht verlangt.

Abschluss

Master of Science: Ein international anerkannter Abschluss

In über 40 europäischen Staaten wird im Zuge des Bologna-Prozesses bis 2010 ein neues zweistufiges Studiensystem eingeführt. Auch in Deutschland werden die bisherigen Diplomstudiengänge durch Bachelor- und Masterstudiengänge ersetzt. Damit wird ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum mit vergleichbaren universitären Abschlüssen geschaffen, der bereits während des Studiums eine große Mobilität ermöglicht.

Masterstudiengänge bauen auf einem Bachelor- oder Diplomstudiengang auf. Sie dienen der Vertiefung und Spezialisierung und qualifizieren durch ihren wissenschaftlichen Charakter für eine anspruchsvolle berufliche Tätigkeit.

Studienfachberatung



Univ.-Prof. Dr.-Ing. W. Busch

Tel.: (0 53 23) 72-2076
Fax: (0 53 23) 72-2479
E-mail: wolfgang.busch@tu-clausthal.de
Institut für Geotechnik und Markscheidewesen
Erzstraße 18, 38678 Clausthal-Zellerfeld
PD Dr.-Ing. Michael Z. Hou

Tel.: (0 53 23) 72-23 47
Fax: (0 53 23) 72- 3146
E-Mail: zhengmeng.hou@tu-clausthal.de
Institut für Erdöl- und Erdgastechnik
Agricolastr. 10, 38678 Clausthal-Zellerfeld

 
Links zum Thema
Modellstudienplan (neu ab WS 2011/12)
weitere Informationen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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