Untersuchungsgebiet

Das ausgewählte Untersuchungsgebiet im Südraum Leipzig ist für das Projekt von besonderem Interesse, da hier kleinräumig unterschiedliche Prozesse auftreten. Dies beinhaltet sowohl Absenkungen der Tagesoberfläche durch Sümpfungsmaßnahmen im Umfeld aktiver Tagebaue, als auch mögliche Hebungen der Geländeoberfläche durch die Flutung von Tagebaurestseen und dem damit verbundenen Wiederanstieg des Grundwassers aufgrund eingestellter Wasserhebung. Diese Situation ist typisch für viele Braunkohlenreviere, wo aktive und geplante Abbauflächen oftmals in enger räumlicher Nachbarschaft zu stillgelegten Tagebauflächen liegen, in deren Bereich die Wasserentnahme eingestellt wird und Flutungen sanierter Tagebaurestlöcher durchgeführt werden.

<LINK fileadmin/homes/Markscheidewesen/PDF/Forschung/Projekte/MultiSAR/Mitteldeutsches_Revier.pdf _blank>Braunkohletagebaue im Raum Leipzig<br> (Quelle: DEBRIV, http://www.debriv.de)</LINK>

Beispielhaft hierfür ist im Südraum Leipzig die räumliche Verzahnung von Betriebsflächen der Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) und Stilllegungsflächen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) auf einer Fläche von ca. 400 km2. Die MIBRAG betreibt beidseitig der Weißen Elster die Tagebaue Profen und Vereinigtes Schleenhain (siehe Karte). Dazu gehören die aktiv geschütteten Halden und Kippen, auf denen das abgeräumte Deckschichtmaterial gelagert wird. In direkter Nachbarschaft der aktiven Tagebaue befinden sich zahlreiche stillgelegte Tagebaue und aufgelassene Tagebaurestlöcher, die von der LMBV im Rahmen ihrer Aufgaben saniert und rekultiviert werden.

Aufgrund der Projektkonstellation wird es ermöglicht, die entwickelten Konzepte und Methoden in einem realen Untersuchungsgebiet zu erproben. Ein wichtiger Aspekt dabei ist der Vergleich mit Referenzdaten sein. Daher erfolgen die Auswertungen in enger Abstimmung mit den Braunkohlefirmen im Leipziger Tagebaurevier. Dadurch ist es möglich, einerseits auf die vorhandenen Referenzdaten aus terrestrischen Vermessungen (sowie weiterer Fernerkundungsdaten) zurückzugreifen und andererseits zusätzliche Referenzdatenerhebungen für das Vorhaben durchführen zu lassen.

 

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